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Konzernstruktur WPV Geschichte
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Drei Jahrhunderte Sicherheit für Westfalen

Seit bald drei Jahrhunderten ist die Provinzial in Westfalen tätig – und das sehr erfolgreich. Sie ist als Versicherungsunternehmen nicht nur unbestrittener Marktführer in Westfalen, sondern engagiert sich auch kulturell für die Region. Seit Gründung der ersten Feuer-Sozietäten der Provinz Westfalen im Jahr 1722 hat sich die Provinzial laufend weiterentwickelt und ist mit der Region eng verwachsen. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch knapp 300 Jahre Zeitgeschichte und entdecken Sie, wie die Provinzial zu dem Unternehmen wurde, das sie heute ist.

Schnelleinstieg Westfälische Provinzial

2015 Westfälische Provinzial unter neuer Leitung
  • Dr. Wolfgang Breuer
    Zum 1. Juni 2015 tritt Dr. Wolfgang Breuer die Nachfolge von Ulrich Rüther als neuer Vorstandsvorsitzender der Provinzial NordWest Holding an. Gleichzeitig übernimmt Dr. Breuer den Vorstandsvorsitz bei der Westfälischen Provinzial Versicherung und der Provinzial NordWest Lebensversicherung.
2012 Neue Wege im Kapitalbereich
  • Das Asset Management für die Unternehmen des Provinzial NordWest Konzerns übernimmt im April offiziell die Provinzial NordWest Asset Management GmbH (PNWAM). Sie ist aus der Umfirmierung der VersAM Versicherungs-Assetmanagement GmbH entstanden. 
2009 Stabwechsel
  • Stabübergabe bei der Provinzial: Dr. Heiko Winkler übergibt seine Ämter an seinen Wunschnachfolger Ulrich Rüther.
    Zum 1. Januar 2009 übergibt Dr. Heiko Winkler die Verantwortung als Vorstandsvorsitzender der Provinzial NordWest Holding AG und der Westfälischen Provinzial Versicherung AG mit Sitz in Münster an seinen Nachfolger Ulrich Rüther. Rüther ist bereits seit Oktober 2006 Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nord Brandkasse AG und der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG, beide mit Sitz in Kiel.
2007 Orkan „Kyrill“
  • „Kyrill“ hat gezeigt: Auch in Westfalen können Unwetter und Orkane enorme Schäden anrichten. Aufgrund der Klimaveränderung ist mit weiteren Wetterkapriolen zu rechnen.
    Im Januar 2007 steht der noch junge Provinzial NordWest Konzern vor seiner ersten Bewährungsprobe, die er erfolgreich meistert. Orkan „Kyrill“ zieht über Europa hinweg und fordert 34 Menschenleben. In Deutschland entstehen die größten Sturmschäden aller Zeiten.
    Abgedeckte Dächer zählten zu den häufigsten Schadenereignissen.
    Viele im Freien abgestellte Fahrzeuge wurden durch umherfliegende Dachziegel und Äste oder durch umgeknickte Bäume in Mitleidenschaft gezogen.
    Straßen und Gehwege wurden durch Äste und Baumstämme blockiert.
    Spur der Verwüstung: Zahlreiche Gebäude fielen „Kyrill“ in Westfalen zum Opfer.
     
2006 Immer auf dem Laufenden
  • Modernes Kapitalmanagement bei der VersAM der Provinzial NordWest und der SV Sparkassenversicherung
    Die Provinzial NordWest und die SV SparkassenVersicherung in Stuttgart vereinbaren eine Kooperation auf dem Gebiet des Asset Managements. Mit Gründung der Servicegesellschaft VersAM (Versicherungs-Assetmanagement GmbH) entsteht im Bereich der Kapitalanlagen der größte Asset Manager unter den öffentlichen Versicherern – mit rund 37 Mrd. Euro „assets under management“.
    Mit WIND sind Provinzial-Kunden immer rechtzeitig gewarnt: Ihr Handy empfängt Unwetter-Warnungen per SMS.
    Kunden der Westfälischen Provinzial profitieren seit 2006 von einem völlig neuartigen Service der Schadenverhütung. Das elektronische Unwetterfrühwarnsystem WIND (weather information on demand) überwacht mit 600 Wetterstationen die Wetterlage und warnt Provinzial-Kunden per SMS, E-Mail oder Fax automatisch vor Unwettern. Die Wettermeldungen werden durch die Unwetterzentrale der Meteo-media AG bereit gestellt. Auch kommunale Einrichtungen wie Feuerwehren nutzen die Unwetterwarnungen.
    Von links nach rechts: Dr. Monika Sebold-Bender, Vorstand für das Privatkundenressort, Wetterexperte Jörg Kachelmann und Eberhard Ottmar, Vorstand für das Firmenkundengeschäft.
     
2003-05 Der Provinzial NordWest Konzern entsteht
  • Im Dezember 2003 wird die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Provinzial Nord in Kiel und der Westfälischen Provinzial in Münster geprüft. Ende 2004 steht fest: Die beiden Versicherer werden sich unter dem Dach einer gemeinsamen Holding, der Provinzial NordWest, zusammenschließen. Es entsteht der zweitgrößte öffentliche Versicherer in Deutschland, dessen Geschäftsgebiet insgesamt vier Bundesländer umfasst. Hier leben 15 Millionen Menschen – und drei Millionen haben einen Vertrag bei der Provinzial.
    Bündeln ihre Kräfte zu Deutschlands zweitgrößtem öffentlichen Versicherer: Roland Reime, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nord in Kiel und Dr. Heiko Winkler, Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial und Chef der neuen Holdinggesellschaft Provinzial NordWest in Münster
    Die regionalen Sachversicherer Westfälische Provinzial Versicherung und Provinzial Nord Brandkasse bleiben bestehen. Das Lebensversicherungsgeschäft wird zur Provinzial NordWest Lebensversicherung zusammengelegt. Im Mai 2005 wird Dr. Heiko Winkler zum Vorstandsvorsitzenden der neuen Holdinggesellschaft gewählt. Sein Stellvertreter wird Roland Reime.
2002 Die Aktiengesellschaft
  • Das Direktionsgebäude der Provinzial heute
    Die Westfälische Provinzial ändert zum Januar 2002 ihre Rechtsform und wird von einer
    öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalt in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Versicherungsgeschäft der bisherigen „Feuersozietät“ wird zum 1. Januar 2002 auf die Westfälische Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft übertragen. Das Versicherungsgeschäft der „Lebensversicherungsanstalt“ übernimmt die Westfälische Provinzial Lebensversicherung Aktiengesellschaft. Zudem übernimmt der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband (WLSGV) den 25-prozentigen Anteil der WestLB an der Provinzial Holding Westfalen und wird damit zusammen mit den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gleichberechtigter Eigentümer.
    Der Euro als gemeinsame Währung von insgesamt zwölf europäischen Staaten ersetzt in Deutschland die D-Mark zum Wechselkurs von 1: 1,95583.
2001 Unangefochtener Marktführer
  • Außenansicht einer Provinzial-Geschäftsstelle
    Mit rund 1,8 Millionen Kunden und über 500 Geschäftsstellen ist die Provinzial als Marktführer in Westfalen in jeder Stadt und größeren Gemeinde präsent. Im Geschäftsjahr 2000 stiegen die Beitragseinnahmen auf nunmehr vier Milliarden DM. Der Versicherungsbestand wächst auf fast sechs Millionen Verträge an.
1998 Kultur und Verbandsarbeit
  • Der Schülerzeitungswettbewerb der Kulturstiftung sorgt jedes Jahr für glückliche Gewinner. Die Schüler aus Grund- und weiterführenden Schulen werden mit attraktiven Preisen belohnt.
    Die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, gegründet im Dezember 1996, nimmt ihre Arbeit auf. Sie widmet sich der Förderung der Kultur und der Wissenschaft, aber auch dem Brauchtum und der Heimatpflege in Westfalen. Als Kapitalanlage verfügt die Stiftung über 10 Millionen DM und stellt jährlich zwischen 500.000 und 700.000 DM aus Zinserträgen für Förderprojekte zur Verfügung. Im Oktober übernimmt der Vorstandsvorsitzende der Provinzial, Dr. Heiko Winkler, den Vorsitz des Verbandes öffentlicher Versicherer (VöV), dem insgesamt 40 regional tätige öffentliche Versicherer angehören und der die zweitstärkste Versicherungsgruppe in Deutschland darstellt.
    Der Kulturatlas Westfalen, herausgegeben von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial, bringt Einheimischen und Westfalen-Reisenden Kultur, Land und Leute näher.
    Ein Blick in den Kulturatlas Westfalen, der mit rund 11.000 Einträgen auch online zu Rate gezogen werden kann.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
    Impressionen aus Westfalen: Der Kulturatlas bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, Westfalen und sein umfangreiches Kulturgut zu entdecken.
1997 Die Provinzial wird 275
  • Das Unternehmen wird 275 Jahre alt. Für die Westfälische Provinzial Versicherung arbeiten mittlerweile über 2.000 Innendienstmitarbeiter. Gleichzeitig sind 675 hauptberufliche Geschäftsstellenleiter für die Provinzial tätig, die ihrerseits rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigen. Die Beitragseinnahmen haben sich innerhalb von fünf Jahren um fast eine Milliarde DM auf 3,5 Mrd. DM erhöht. Zum „Geburtstag“ der Provinzial lässt sich die Stadt etwas Besonderes einfallen: Die Zufahrtstraße, seit 1972 unter Bröderichweg 58 geführt, wird in Provinzial-Allee umgetauft.
1995 Immer da, immer nah
  • Dr. Heiko Winkler, Vorstandsvorsitzender 1995-2009
    Dr. Heiko Winkler wird neuer Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial. Er treibt die Entwicklung einer neuen Organisationsstruktur voran, mit der Innovationen, Effizienz und Kundennähe gesteigert werden. Dies verdeutlicht auch das neue Motiv des „Schutzengels“ und der neue Slogan „Immer da, immer nah“, der zur gelebten Realität wird: Seit Mitte der neunziger Jahre können 95 Prozent der Westfalen in weniger als zehn Minuten eine Provinzial-Geschäftsstelle in ihrer Nähe erreichen.
    Der Provinzial-Schutzengel Mitte der 90er Jahre
    Der Provinzial-Schutzengel Mitte der 90er Jahre
     
1994 Neubau und Modernisierung
  • Architekt Harald Deilmann und der damalige Vorstandsvorsitzende Reinhold Brauner begutachten beim Baubeginn eine der Spezial-Fräsen.
    Das Erweiterungsgebäude der Westfälischen Provinzial mit Raum für 900 Arbeitsplätze wird nach dreieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht. Das Gebäude spiegelt die Landschaft wider, der es bewusst angepasst wurde. Zwei große, neu angelegte Naturteiche versetzen das Gebäude ins Grüne. Eine dreigeschossige Tiefgarage mit 850 Stellplätzen verlagert einen Großteil der parkenden PKW unter die Erdoberfläche. Dem Umzug in das neue Gebäude folgt bis 1997 die Modernisierung des alten Gebäudes.
    Das Ausrichten der Spezial-Fräsen bedeutete Millimeterarbeit für die Techniker.
    Das Ausrichten der Spezial-Fräsen bedeutete Millimeterarbeit für die Techniker.
    Das alte Technikgebäude musste dem Neubau weichen.
    Bauzeichnung mit Grundriss des Neubaus
    Seitenansicht des Neubaus (Zeichnung)
    Der letzte Bagger wird mit Hilfe eines Krans aus der Baugrube gehoben.
    Vor der Vollendung der Bauarbeiten
    Das alte Hauptgebäude, an das sich rechts der Neubau anschließt
1990 Mauerfall und deutsche Einheit
  • Der Reichstag in Berlin © Rainer Sturm/Pixelio
    Die politischen Veränderungen in Deutschland wirken sich auch auf das Versicherungsgeschäft aus. Die Westfälische Provinzial unterstützt die öffentlich-rechtlichen Versicherer und die Sparkassenorganisation beim Aufbau öffentlicher Schaden- und Lebensversicherungen für die neuen Bundesländer. Die Provinzial darf ihr Geschäftsgebiet bis Ende 1992 auf die Gebiete der ehemaligen DDR ausdehnen und über DDR-Sparkassenniederlassungen in Neubrandenburg/Müritz und Frankfurt/Oder sowie im Bezirk Cottbus über die Sparkassen Herzberg und Calau Versicherungen verkaufen. Sie übergibt nach Ablauf der Übergangsphase die neu abgeschlossenen Verträge an die zuständigen öffentlichen Versicherer in Kiel und Berlin.
    Die Westfälische Provinzial hilft beim Aufbau einer öffentlichen Schaden- und Lebensversicherung für die neuen Bundesländer. Eine Provinzial-Mitarbeiterin hat ihre Eindrücke in den Wendejahren mit der Fotokamera festgehalten.
1984 Kranken- und Rechtsschutzversicherungen auf dem Vormarsch
  • Nachdem die öffentlichen Versicherer 1979 gemeinsam die Union Krankenversicherung AG (UKV) gegründet haben, wird die Westfälische Provinzial 1984 als Vermittler für die UKV in Westfalen tätig. Auch in der Rechtsschutzversicherung wird die Provinzial für ein Gemeinschaftsunternehmen der öffentlichen Versicherer tätig, die ÖRAG-Rechtsschutzversicherung AG. 
1980-87 Neue Kooperationen
  • Zentrale der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt in Detmold
    Die Westfälische Provinzial-Lebensversicherungsanstalt und die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt schließen 1980 einen Vertrag über den Verkauf von Lebensversicherungen der Westfälischen Provinzial durch die „Lippische“, die fortan als eine Art Landesdirektion der Lebensversicherungsanstalt in Münster fungiert. Damit wird eine seit 1916 geltende Regelung vertraglich fixiert.
    1987 gedenkt die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt zunächst, für seine 350.000 Einwohner eine eigene Lebensversicherung zu gründen. In Hinblick auf die bestehenden Verträge mit der Westfälischen Provinzial einigt man sich jedoch 1989 auf einen Kooperationsvertrag. Das Lebensversicherungsgeschäft in Lippe übernimmt weiterhin die Westfälische Provinzial. Sie verzichtet im Gegenzug auf einen eigenen Außendienst in Lippe und unterstützt die „Lippische“ in ihrer Rolle als Vermittler.
    Großraumbüro im neuen Provinzial-Gebäude
    Blick ins Provinzial-Büro der 80er Jahre: Ein Computer gehört mittlerweile auf jeden Schreibtisch.
1980 Erfolg braucht Platz
  • Der Anbau an das Hauptgebäude Anfang der 80er Jahre ist auf diesem Bild noch deutlich zu erkennen
    Das Verwaltungsgebäude der Westfälischen Provinzial wird bereits sechs Jahre nach dem Einzug aufgrund von Platzmangel erweitert. Der linke Vorderflügel erhält eine vierte Etage und die rückwärtige Seite wird verlängert. Zudem wird flächendeckend die elektronische Datenverarbeitung eingeführt.
    Vor Einführung der elektronischen Datenverarbeitung gehörten lange Aktenregale zum Arbeitsalltag.
1974 Umzug in die Moderne
  • Der Neubau am Bröderichweg, 1973
    Die Westfälische Provinzial zieht in ein neues, modernes Verwaltungsgebäude nach Münster-Kinderhaus um. Der Verwaltungsrat hatte bereits 1969 festgestellt, dass ein effizient und kostengünstig arbeitender Versicherungsbetrieb im alten Gebäude an der Warendorfer Straße nicht mehr möglich war. Im Frühjahr 1972 wird mit den Bauarbeiten am Bröderichweg begonnen.
    Der Neubau am Bröderichweg, 1973
    Innenansicht der neuen Büroräume im Neubau in Münster-Kinderhaus
    Innenansicht der neuen Büroräume im Neubau in Münster-Kinderhaus
     
1970 Die Versicherung der Sparkassen
  • Frühe Werbung des Dreier-Verbunds der Sparkassen, der LBS und der Provinzial
    In einem Mantelvertrag vereinbaren die Sparkassenorganisation, die aus den rheinischen und westfälischen Landesbanken neu entstandene WestLB und die Westfälische Provinzial Versicherung eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit. Mit der Fusion der Landesbanken werden auch die beiden Bausparkassen für Westfalen und das Rheinland zur „Landes-Bausparkasse“ (LBS) zusammengelegt. Die Westfälische Provinzial firmiert seither als „Versicherung der Sparkassen“. Die HUK-Sparten werden von der Lebensversicherungsanstalt auf die Feuer-Sozietät übertragen.
    Heißluftballons mit den Logos der Verbundpartner
    1971 erhält die Westfälische Provinzial einen neuen Schriftzug, der die fortschreitende Modernisierung aller Lebensbereiche widerspiegelt.
1968 Neue Wege gehen
  • Die Studentenbewegung mit ihren Vordenkern wie Rudi Dutschke (im Bild links) trug zu einem allgemeinen Wertewandel in der deutschen Gesellschaft bei. © Hans Weingartz
    Die Versicherungswirtschaft bleibt vom allgemeinen Wertewandel in der Deutschland nicht unberührt. Als eine der ersten öffentlichen Gesellschaften geht die Westfälische Provinzial ganz neue Wege. Es beginnen Umbau und Neubau des gesamten Unternehmens.
1958 Europa kommt sich näher
  • Das Euregio-Gebiet © EUREGIO e.V.
    Als grenzübergreifender wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Kommunalverband wird die „Euregio“ ins Leben gerufen. Ihr gehören rund 130 Städte, Gemeinden und Kreise aus dem Münsterland, dem südwestlichen Niedersachsen und den östlichen Niederlanden an. Sie ist die erste der so genannten „Europaregionen“ und dient der länderübergreifenden Zusammenarbeit der Gemeinden zwischen Rhein, Ems, Ijssel und Vechte. Die Region Westfalen ist heute mit den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster vertreten.
1953 Das Wappen des Landes NRW
  • Das Wappen des Landes NRW
    Das Gesetz über Landesfarben, -wappen und -flagge wird vom nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedet. Das neue Landeswappen besteht aus dem westfälischen Ross, dem Rhein und der lippischen Rose.
1948 Neues Wachstum
  • Das Verwaltungsgebäude der Feuer-Sozietät an der Warendorfer Straße, 50er Jahre
    Die Währungsreform bringt neues Geld und neue Hoffnung. Das beschädigte Hauptgebäude an der Warendorfer Straße wird teilweise erneuert und 1951 wieder bezogen. In den nun folgenden „Wirtschaftswunderjahren“ verzeichnet die Westfälische Provinzial ein stetiges Wachstum in ihren vier Hauptsparten Gebäude-Feuer-, Sturm-, Mobiliar-Feuer- und Leitungswasserversicherung. Zahlreiche neue Versicherungssparten werden etabliert.
    Beginn des Wiederaufbaus am Gebäude der Feuer-Sozietät
    Beginn des Wiederaufbaus am Gebäude der Feuer-Sozietät
    Die Provinzial-Lebensversicherungsanstalt im Jahr 1954
1946 „Operation Marriage“
  • Versicherungsschild der Westfälischen Provinzial 1945-1970
    Unter dem Codewort „Operation Marriage“ wird unter Führung der britischen Militärverwaltung das Land Nordrhein-Westfalen gegründet, welches das nördliche Rheinland, Westfalen und Lippe umfasst. Ministerpräsident Rudolf Amelunxen sieht sich mit dem umfassenden Neuaufbau von Industrie und Infrastruktur konfrontiert.
    Werbung der Provinzial aus den 50er Jahren
    Werbung der Provinzial aus den 50er Jahren
    Werbung der Provinzial aus den 50er Jahren
1939-45 Die Provinzial in Nieheim
  • Von 1943 bis 1945 wurde die Provinzial Feuer-Sozietät nach Nieheim im Kreis Höxter evakuiert.
    Der zweite Weltkrieg bricht aus. Nach Bombeneinschlägen in den Gebäuden der Feuer-Sozietät und der Lebensversicherungsanstalt an der Warendorfer Straße verlegt die Westfälische Provinzial-Feuer-Sozietät 1943 den Geschäfts-betrieb in eine provisorische Zentrale nach Nieheim im Kreis Höxter, wo die Verwaltung im Hotel Roselieb untergebracht wird.
    Im Hotel Roselieb in Nieheim waren die provisorischen Verwaltungsbüros der Feuer-Sozietät untergebracht.
    Die Mitarbeiter wohnen im Hotel Roselieb, beim ansässigen Uhrmacher sowie bei anderen Nieheimern. Versorgt werden die Mitarbeiter von drei Nonnen aus Münster, die ebenfalls evakuiert worden waren. Im November 1944 wird der damalige Geschäftsführer der Feuer-Sozietät, Dr. Bernhard Odenbreit, bei einem Bombenangriff auf das Dorf getötet.
1937 Die Kfz-Versicherung
  • Oldtimer © michaelleps/Pixelio
    Die Provinzial-Lebensversicherungsanstalt nimmt die Kfz-Versicherung als eigenständigen Versicherungszweig in ihr Angebot auf und ergänzt diese 1940 um eine Kfz-Kaskoversicherung. Seit 1939 besteht eine Versicherungspflicht für alle Kfz-Halter.
1929 Weltwirtschaftskrise
  • Die politische Gliederung 1931
    Der „schwarze Freitag“ markiert den Beginn der Weltwirtschaftskrise, die auch für Deutschland katastrophale Folgen hat. Durch die kurzfristige Rückforderung amerikanischer Kredite wird die Industrie in eine anhaltende Depression gestürzt.
    Werbeschild der Provinzial-Lebensversicherung, 1928
    Die Weltwirtschaftskrise führte auch in Deutschland zu grassierender Armut und hatte katastrophale Folgen für die Wirtschaft. © Bundesarchiv, Bild 183-R96268, Foto: Ohne Ang., 1932
1921-23 Die Inflation
  • Westfälisches Notgeld während der Inflation
    Das Versicherungsgeschäft versinkt im Strudel der Inflation. Die Kosten überholen die Beitragseinnahmen um ein Vielfaches und die Westfälische Provinzial-Feuer-Sozietät kann keine Sicherheit mehr verkaufen. Erst mit der Währungsstabilisierung 1923 wird das Versicherungsgeschäft langsam wieder möglich.
1914-18 Gründung der Lebensversicherungsanstalt in unruhigen Zeiten
  • Gebäude der Provinzial-Lebensversicherungsanstalt zur Weimarer Zeit
    Die Vollversammlung des Provinziallandtags beschließt am 14. März 1914 die Gründung einer Provinzial-Lebensversicherungsanstalt von Westfalen, die mit Jahresbeginn 1915 ihre Tätigkeit aufnimmt. Neben Lebenpolicen vertreibt die neue Provinzial-Anstalt auch HUK-Produkte (Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrzeugversicherungen). Die Provinzial-Lebensversicherungsanstalt erhält 1916 die Genehmigung, das Lebensversicherungsgeschäft in Lippe aufzunehmen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges erschwert allerdings den Start des neuen Lebensversicherers. Mit der Gründung der Weimarer Republik vollzieht Deutschland den schwierigen Übergang von der Monarchie des Kaiserreichs zu einer instabilen Demokratie.
    Gebäude der Provinzial-Lebensversicherungsanstalt nach dem 2. Weltkrieg
    Die Verhandlungen des Provinziallandtags dokumentieren die Gründung der Provinzial-Lebensversicherungsanstalt 1914.
    Frühe Werbeanzeige der Provinzial-Lebensversicherung
1914 Der Siegeszug des Automobils
  • Fließband in einer Autofabrik 1913
    Henry Ford setzt in seiner Automobilfabrik in Detroit erstmals Fließbänder zur Produktion seines Modells T ein.  Der Verkaufspreis kann als Folge von $ 850 auf $ 370 gesenkt werden. Das Automobil entwickelt sich zu einem effizienten und erschwinglichen Fortbewegungsmittel für immer größere Bevölkerungskreise.
    Ford Modell T
1910 Die Sozietät im Wettbewerb
  • Versicherungsschild der Provinzial-Feuer-Sozietät, 1890-1945
    Die 28 Feuer-Sozietäten in Preußen werden durch das preußische Sozietätengesetz auf eine einheitliche Rechtsgrundlage gestellt. Der Vertrieb „verwandter Zweige der Sachversicherung“ wird ausdrücklich gestattet – die Sozietäten werden Wettbewerbsanstalten. Die Provinzial-Feuer-Sozietät der Provinz Westfalen nimmt neben der Waldbrandversicherung auch die Einbruchdiebstahl-, die Leitungswasser-, die Glas- und die Mietverlustversicherung in ihr Leistungsangebot auf.
1886 Neue Eigenständigkeit
  • Versicherungsschild der Provinzial-Feuer-Sozietät während des deutschen Kaiserreichs, 1881-1890
    Als Westfalen 1886 eine eigene Provinzialordnung über die Selbstverwaltung der Provinz erhält, schwindet auch der Einfluss der Staatsregierung in Berlin auf die Provinzial-Sozietät. Der Provinzial-Landtag setzt von nun an den Etat und die Statuten der Sozietät fest und garantiert ihr Fortbestehen durch Deckung eventueller Defizite. In den Folgejahren wächst die Provinzial-Feuer-Sozietät deutlich. Während in den 1890er Jahren noch 30 Beamte die Geschäfte abwickeln, steigt die Zahl der Beschäftigten bis 1905 auf 62.
    Warendorf um 1900
1880 Neuer Träger
  • Das neue Verwaltungsgebäude der Provinzial- Feuer-Sozietät an der Warendorfer Straße
    Die Provinzial-Feuer-Sozietät der Provinz Westfalen wird umgewandelt. Sie wird ab 1. Juli 1880 eine Provinzialanstalt des Provinzialverbandes, der Vorgängerinstitution des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
    Der Landtag genehmigt zudem ein eigenes Verwaltungsgebäude an der Warendorfer Straße.
    Die Flagge des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe
    Alter Versicherungsschein der Westfälischen Provinzial-Feuer-Sozietät aus dem Jahr 1883
     
1871 Reichsgründung
  • Zechen wie die „Musterzeche“ Zollern erlebten ihren wirtschaftlichen Höhepunkt zur Zeit des Kaiserreichs.
    Gründung des deutschen Reichs unter Kaiser Wilhelm I. Das Ruhrgebiet entwickelt sich zum schwerindustriellen Zentrum des Landes.
    Versicherungsschild der Provinzial-Feuer-Sozietät nach 1863
    Die „Westphälische Provinzial-Feuer-Societät“ veröffentlicht ihr Geschäftsergebnis des Jahres 1860 in der Stadt- und Dorfzeitung des Kreises Höxter.
    Die „Westphälische Provinzial-Feuer-Societät“ veröffentlicht ihr Geschäftsergebnis des Jahres 1860 in der Stadt- und Dorfzeitung des Kreises Höxter.
     
1848-71 Das Zeitalter der Industrie bricht an
  • Zeche Zollern, Dortmund; heute steht das Bauwerk unter Denkmalschutz und beherbergt das LWL-Industriemuseum.
    Die Erfindung der Dampfmaschine, des mechanischen Webstuhls und der Spinnmaschine verändern die Wirtschaft grundlegend. Die fortschreitende Industrialisierung stärkt Preußens Vormachtstellung im deutschsprachigen Raum.
1848-49 Revolution
  • Die Nationalversammlung in der Paulskirche
    Die Märzrevolution, die die Gründung eines deutschen Nationalstaates zum Ziel hat, scheitert, nachdem der preußische König die ihm angebotene Kaiserkrone ablehnt.
1841 Mehr Sicherheit
  • Der Brand von Vreden am 19. November 1811 Zeichnung von J. Meurer
    Sicherheit durch sanften Zwang des Staates: Mit der Feuer-Polizei-Ordnung vom 30. November 1841 werden zahlreiche brandgefährliche Bauweisen verboten und strikte Vorschriften zum Umgang mit Feuer erlassen. Zudem werden alle Gemeinden verpflichtet, eine eigene Feuerspritze anzuschaffen. Neben erhöhter Sicherheit für die Bevölkerung bedeutet das Gesetz auch mehr Sicherheit für das Versicherungsgewerbe.
    Großbrand in Warendorf, 12. September 1741 Gemälde von Theodor Möller
    Ein zu dieser Zeit gebräuchlicher Löscheimer der Feuerwehr
    „Gott zu Ehr, dem nächsten zur Wehr“ Feuerwehrhelm im 19. Jahrhundert
     
1837 Gründung der Provinzial-Feuer-Sozietät
  • Das Ständehaus, Sitz der Feuer-Sozietät bis 1880
    Zum 1. Januar werden sämtliche in der Provinz Westfalen bestehenden „Sozietäten gegen Feuersgefahr“ aufgelöst und zu einer einzigen Provinzial-Sozietät verschmolzen. Ihr Name: Provinzial-Feuer-Sozietät der Provinz Westfalen. Nach einer Übergangsphase bis 1840 tritt die Provinzial-Feuer-Sozietät in den Wettbewerb mit anderen privaten Versicherungsanbietern ein. Da die bestehenden Verträge der alten Sozietäten auf die Provinzial-Sozietät übergehen, kann die Provinzial-Feuer-Sozietät mit einem Wettbewerbsvorsprung ins Rennen gehen. Allerdings ist die Provinzial-Sozietät als öffentlicher Versicherer verpflichtet, alle Anträge auf Gebäudeversicherung in ihrem Geschäftsgebiet anzunehmen, während die Privatgesellschaften die für sie zu risikoreichen Anträge ablehnen können.
    Das Ständehaus, Sitz der Feuer-Sozietät bis 1880
    Historischer Stadtkern Münsters mit Lambertikirche, Dom und Überwasserkirche
1815 Westfalen bleibt preußisch
  • Napoléon Bonaparte, französischer General, Staatsmann und Kaiser
    Nach der französischen Besatzungszeit unter Napoléon nimmt König Friedrich Wilhelm III. Besitz von den ihm auf dem Wiener Kongress zugesprochenen Gebieten. Die Provinz Westfalen fällt wieder an Preußen. Zudem erhält Preußen die 1822 gegründete Rheinprovinz. An Rhein und Ruhr entfalten sich erste Industrialisierungsschübe.
1722 Erste Feuer-Sozietäten in Westfalen
  • Der leichtsinnige Umgang mit Feuer, dokumentiert in einer spätmittelalterlichen Darstellung
    Am 1. Mai 1722 unterschreibt Friedrich Wilhelm I. von Preußen das „Reglement“ zur Gründung einer Feuer-Sozietät für die Städte „in dem Herzogthumb Cleve und Graffschafft Marck“. Dies ist der erste Schritt zum Aufbau der späteren Westfälischen Provinzial-Feuer-Sozietät.
    Lampe mit Feuerschutz aus Schweinehaut
    Die ersten Brandversicherungen sollten schnelle und wirksame Hilfe leisten angesichts einer der größten Geißeln der Zeit. Gleichzeitig begann der Kampf gegen die Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer. Die aufgeklärten und progressiven Landesherren erhoffen sich, mit den Feuerversicherungen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region abzusichern und auf diese Weise auch das Wohlergehen der Bevölkerung zu fördern. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gelang es auch in den Dörfern, Bauernschaften und Einzelgehöften die Feuerversicherung einzuführen.
    Westfalen zur Zeit des 18. Jahrhunderts. Das Land ist noch in einzelne Bistümer, Herzogtümer und Grafschaften zersplittert.
    Die westfälischen Länder um 1801
    Das Gründungsdekret der ältesten Feuer-Sozietät in Westfalen, 1722, unterzeichnet von König Friedrich Wilhelm I.
    Das Gründungsdekret der ältesten Feuer-Sozietät in Westfalen, 1722, unterzeichnet von König Friedrich Wilhelm I.
    Die „Feuer-Societäts-Ordnung“ nach Friedrich Wilhelm I.
    Friedrich Wilhelm I., König von Preußen 1713-1740