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Geschichte
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Seit 1676

Die Hamburger Feuerkasse ist eng mit der Stadt Hamburg und ihren Menschen verbunden. Sie hat die Stadt nachhaltig geprägt und ist selbst wichtiger Bestandteil der Hamburger Geschichte. Als Versicherer war sie immer wieder Vorreiter zum Wohle und im Interesse ihrer Kunden.
Heute ist die Hamburger Feuerkasse ein umfassender Schaden- und Unfallversicherer mit regionaler Bindung. Sie betreut Privat- und Firmenkunden im gesamten Stadtgebiet. Mit ihrer langen Geschichte ist sie für die Hamburger bis heute eine Institution.
Wichtige Meilensteine der Hamburger Feuerkasse haben wir für Sie in der nachfolgenden Übersicht zusammengefasst.

Schnelleinstieg Hamburger Feuerkasse

2011 - heute
  • 2016 ist geprägt von schweren Sommergewittern. Starkregen sorgt wiederholt für Überflutungen von Kellern, ebenerdigen Wohnbereichen und Garagen. Im Juni verwüstet ein Tornado im Nordosten Hamburgs mehrere Straßenzüge und eine Kleingartenkolonie. Neben abgedeckten Dächern, hunderten umgeknickten Bäumen und zerlegten Lauben melden die Kunden der Hamburger Feuerkasse auch umfangreiche Glasbruchschäden durch Hagel.
    Im Bild: Tornadoschaden im Juni 2016
    2015 beginnt mit einem Doppelschlag. Auf die Stürme Elon und Felix Anfang Januar mit 4.000 Schäden (Gesamtschaden 5 Millionen Euro) folgen Ende März die Stürme Mike und Niklas mit 3.500 Schäden (4,4 Millionen Euro). Anfang Mai sorgt das Sturmtief "Zoran" mit Starkregen für weitere Massenschäden (2.300 / 2,4 Millionen Euro).
    Im Bild: Sturmschaden im Mai 2015
    2014 verstreicht ohne große Stürme. Dafür sorgen Großbrände gleich bei mehreren vielgeschossigen Mietswohnhäusern für schwere Feuer- und Löschwasserschäden in Höhe von 12,3 Millionen Euro.
    Im Bild: Verrußtes Treppenhaus nach Dachstuhlbrand im November 2014.
    2013 kommt die Hamburger Feuerkasse nach den schweren Herbststürmen Christian und Xaver für mehr als 11.000 Schäden auf und zahlt 13 Millionen Euro an die betroffenen Kunden.
    Im Bild: Abgedecktes Dach eines Mehrfamilienwohnhauses Höhe Mundsburg.
    2012 präsentiert sich die Hamburger Feuerkasse mit modernisiertem Logo und erweitert ihr Produktangebot. Zur Gebäudeversicherung kommen die private Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung für Mieter und Pächter und die private Unfallversicherung hinzu.
2000 - 2010
  • 2007 wütet der Orkan Kyrill in Europa. Die Hamburger Feuerkasse reguliert im Jahresverlauf 10.500 Unwetterschäden mit einem Schadenaufwand von 8,4 Millionen Euro.
    Seit 2005 gehört die Hamburger Feuerkasse zur Provinzial NordWest, dem zweitgrößten öffentlichen Versicherungskonzern in Deutschland. Zwei Jahre später überträgt die Provinzial Nord ihre Aktien der Hamburger Feuerkasse direkt auf die Provinzial NordWest Holding.
    2005 verursachen die Stürme Erwin, Ingo und Ulf einen Schadenaufwand von 3,9 Millionen Euro im Bestand der Hamburger Feuerkasse.
    Im Bild: Sturmschaden im Januar durch das Sturmtief Erwin.
    2004 setzen schwere Hagelschäden Hamburgs Gewächshausbetreibern zu. Die Hamburger Feuerkasse entschädigt 1.234 Hagelschäden mit einem Schadenaufwand von 6,9 Millionen Euro. Am Jahresende stehen 10.000 Unwetterschäden mit einem Volumen von mehr als 14,2 Millionen Euro zu Buche.
    Ebenfalls 2004 zieht die Hamburger Feuerkasse von den Kurzen Mühren 20 um in das heutige Verwaltungsgebäude im Kleinen Burstah 6-10.
    Im Bild: Die Fassade des Verwaltungsgebäudes bereits mit dem neuen Logo in einer Aufnahme von 2015.
    2002 reguliert die Hamburger Feuerkasse 20.000 Sturmschäden mit einer Entschädigungssumme von 21 Millionen Euro. Insgesamt verursachen Stürme und Überschwemmungen im Bestand der Hamburger Feuerkasse einen Schadenaufwand von über 41 Millionen Euro.
1900 - 1999
  • 1999 führt die Hamburger Feuerkasse die Elementarschadendeckung als mögliche Ergänzung zu Verträgen der Verbundenen Wohngebäudeversicherung und der Verbundenen Hausratversicherung ein. In diesem Jahr reguliert die Hamburger Feuerkasse 9.000 Sturmschäden mit einer Entschädigungssumme von 7,7 Millionen Euro.
    1998 führt die Hamburger Feuerkasse die Neubauversicherung und die Erweiterte Wohngebäudeversicherung ein. Im April stürzt ein Sportflugzeug auf ein Einfamilienhaus in Niendorf. Der Pilot kommt ums Leben, die Bewohner bleiben unverletzt. Den Gebäudeschaden in Höhe von 153.000 Euro trägt die Feuerkasse. Schäden durch Flugkörper sind seit 1930 in der Gebäudeversicherung enhalten. Im Oktober verursacht eine schwere Gasexplosion in einem Geschäftshaus in Hamm einen Großschaden von 3,3 Millionen Euro.
    1997 geht die Hamburger Feuerkasse an die Provinzial Nord in Kiel. Sie erweitert ihr Produktangebot um die Verbundene Hausratversicherung und führt mit den Hamburger Generalagenten einen eigenen Außendienst ein.
    1995 reguliert die Hamburger Feuerkasse 11.000 Sturmschäden mit einer Entschädigungssumme von 8,3 Millionen Euro.
    1994 ist ein Jahr weitreichender Veränderungen für die Hamburger Feuerkasse. Am 1. Juli fallen aufgrund europarechtlicher Regelungen das Gebäudeversicherungsmonopol und die Pflichtversicherung. Die Hamburger Feuerkasse wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und von der Stadt Hamburg an die DBV-Winterthur-Versicherungsgruppe verkauft. Sie tritt in den freien Wettbewerb ein und nimmt die Zusammenarbeit mit Maklern auf.
    Im Bild: Das Verwaltungsgebäude Kurze Mühren, das 1984/86 grundlegend umgebaut und um ein fünftes Geschoss aufgestockt wurde. (Aufnahme von 1994)
    1993 reguliert die Hamburger Feuerkasse 21.000 Sturmschäden mit einer Entschädigungssumme von 16,9 Millionen Euro.
    1992 reguliert die Hamburger Feuerkasse 15.000 Sturmschäden mit einer Entschädigungssumme von 18,9 Millionen Euro.
    1990 wird die Hamburger Mobiliar-Feuerkasse an die Provinzial Versicherungsgruppe in Kiel verkauft. Die Winterstürme Daria, Hertha, Judith, Polly und Vivian verursachen im Bestand der Hamburger Feuerkasse 37.445 Sturmschäden mit einem Schadenaufwand von 39,9 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt ist das der bislang höchste Sturmschaden seit Einführung der Sturmversicherung 1930.
    1989 ereignet sich mit dem Großfeuer in den Alsterarkaden einer der spektakulärsten Brände in der Geschichte der Hamburger Feuerkasse. Die Entschädigungssumme beläuft sich auf 5,9 Millionen Euro. 
    1988 nimmt die Hamburger Feuerkasse Überspannungsschäden durch Blitz in den Versicherungsschutz mit auf. Im Juni verursacht Hagel in den Vier- und Marschlanden im Bestand der Hamburger Feuerkasse 475 Schäden mit einem Schadenaufwand von 2 Millionen Euro. Der größte Einzelschaden erreicht 260.000 Euro.
    Im Bild: Versicherungsschein von 1979
    1976 verursacht der Orkan Capella im Bestand der Hamburger Feuerkasse 30.000 Schäden mit einem Schadenvolumen von 18,3 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt ist das die bislang größte Schadenbelastung in der Sturmversicherung.
    Seit 1971 gehört die Insel Neuwerk wieder zum Versicherungsbereich der Hamburger Feuerkasse.
    1953/54 wird das Verwaltungsgebäude Kurze Mühren um ein drittes und viertes Geschoss aufgestockt. - Im Bild: Das Gebäude nach der Aufstockung 1954.
    Im Bild: Versicherungsschein von 1950
    1940 wird die Hamburger Mobiliar-Feuerkasse gegründet. Auslöser war der Wunsch vieler Hamburger Versicherter, Versicherungsschutz auch für das Inventar ihrer Gebäude zu erhalten. Der Hamburger Feuerkasse war diese Zusage als Gebäudeversicherer rechtlich untersagt. Die Zielgruppen der Hamburger Mobiliar-Feuerkasse waren private Haushalte, mittlere Gewerbetreibende einschließlich Gärtner und Landwirte sowie staatliche und städtisch beeinflusste Betriebe.
    1937 wird der Versicherungsbereich der Hamburger Feuerkasse durch das "Groß-Hamburg-Gesetz" unter anderem auf Altona, Lokstedt, Rahlstedt und Wandsbek sowie Altenwerder, Finkenwerder, Harburg und Wilhelmsburg ausgedehnt.
    In den aus dem Hamburger Staatsgebiet ausgegliederten Gemeinden setzt die Hamburger Feuerkasse ihre Tätigkeit zunächst fort. Diese endet für Geesthacht, Großhansdorf und Schmalenbek 1953 und für Cuxhaven 1955.
    Im Bild: Versicherungsschein von 1937
    Seit 1930 haftet die Hamburger Feuerkasse auch für Gebäudeschäden durch Sturm und Hagel. Mit dieser Erweiterung ist sie eines der ersten Versicherungsunternehmen und der erste öffentliche Versicherer. Auslöser für die Deckungserweiterung waren zahlreiche Sturm- und Hagelschäden in den Vier- und Marschlanden. In diesem Jahr führt die Hamburger Feuerkasse ebenfalls die Haftung für Schäden durch Flugkörper ein.
    1929 wird im Zuge einer Verwaltungsreform die Selbstverwaltung der Hamburger Feuerkasse gestärkt. Das Feuerkassengesetz bezeichnet die Hamburger Feuerkasse nun als "selbständige Körperschaft öffentlichen Rechts" unter staatlicher Aufsicht. Die Feuerkassendeputation als Behörde wird von einem zehnköpfigen Verwaltungsrat abgelöst, der sich aus zwei Senatoren und acht von der Hamburgischen Bürgerschaft gewählten Versichertenvertretern zusammensetzt.
    1923 führt die Hamburger Feuerkasse die gleitende Neuwertversicherung ein. Sie schätzt Gebäude auf der Grundlage der Neubaupreise von 1914. Das Geburtsjahr von Heidi Kabel wird damit wichtige Rechengröße zur Wertermittlung von Gebäuden. Der Grund: 1914 gilt als das letzte Jahr mit stabilem Baupreisniveau. Nach dem 1. Weltkrieg schossen die Preise in die Höhe. Der ermittelte Wert 1914 dient als Basis-Versicherungssumme und findet sich auf dem Versicherungsschein. Ersetzt werden die tatsächlichen Wiederherstellungskosten einschließlich Lohn- und Materialpreiserhöhungen während des Wiederaufbaus.
    1910 werden auch die Kirchen in die Pflichtversicherung mit aufgenommen.
1800 - 1899
  • 1894 bezieht die Hamburger Feuerkasse das Verwaltungsgebäude Kurze Mühren 20 (Ecke Lilienstraße). Es blieb bis 2004 Sitz der Hamburger Feuerkasse.
    Im Bild: Das ehemalige Verwaltungsgebäude in einer Aufnahme aus dem Jahr 1894.
    Im Bild: Schätzungsschein aus dem Jahr 1892.
    Bis 1891 wird die Zuständigkeit der Hamburger Feuerkasse auf das gesamte hamburgische Staatsgebiet ausgedehnt und schließt nunmehr auch die ländlichen Gegenden ein.
    Im Bild: Amtseid von Gustav Jacob Kirchenpauer, dem "Ersten Beamten" der Feuerkasse von 1886 bis 1887. Wortlaut: "Eid des ersten Beamten der Hamburger Feuercasse. Ich schwöre zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich das mir übertragene Amt eines ersten Beamten der Hamburger Feuercasse mit größter Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Treue wahrnehmen und die Vorschriften des Gesetzes und die mir bereits ertheilten und noch zu ertheilenden Instructionen genau beobachten will. So wahr mir Gott helfe! - Vorstehenden Eid hat abgestattet: Gustav Jacob Kirchenpauer am 20. December 1886."
    1868 übernimmt die Hansestadt das Löschwesen und schafft mit der Deputation für das Feuerlöschwesen eine eigene Behörde. Die Feuerkasse übergibt ihre Löschgeräte der Stadt. Ursprünglich lagen Feuerversicherung und Feuerlöschwesen in einer Hand – bei der Hamburger Feuerkasse. 1872 nimmt die Berufsfeuerwehr ihren Dienst auf.
    Im Bild: Ausweismarke für Bedienstete des Hamburger-Feuer-Loeschwesens
    Ebenfalls 1867 vergrößert sich die Feuerkasse mit der Übernahme der "Feuercasse außerhalb der Stadt".
    Im Bild: Dienstabzeichen der Hamburger Feuerkasse, vermutlich von Taxatoren getragen, die als Sachverständige vor Ort den Schaden aufzunehmen und zu schätzen hatten.
    Im Bild: Ausweismarke der Feuerkasse
    1867 wird die General-Feuer-Casse in "Hamburger Feuercasse" umbenannt.
    Im Bild: Amtseid von Gustav Heinrich Schütze, dem "Ersten Beamten" (d.h. Leiter) der Feuerkasse von 1865-1886. Wortlaut: "Eid des ersten Beamten der General-Feuer-Casse. Herr Gustav Heinrich Schütze. Ich Gustav Heinrich Schütze schwöre zu Gott dem Allmächtigen, daß ich als erster Beamter der General-Feuer-Casse mich in jeder Beziehung als ein treuer und eifriger Beamter verhalten und ins besondere die mir jetzt oder künftig zu ertheilende Instruction auf das gewissenhafteste befolgen will. So wahr mir Gott helfe!"
    1842: Nach dem großen Brand vom 5. bis 8. Mai des Jahres übersteht die Feuerkasse eine beispiellose Bewährungsprobe. 1.100 Wohngebäude und 102 Speicher waren komplett niedergebrannt, 217 Gebäude beschädigt, 20.000 Menschen obdachlos. Die Feuerkasse muss 20 % des gesamten Hamburger Gebäudebestandes entschädigen. Das gelingt unter anderem durch die Aufnahme einer Staatsanleihe. Diese wird über einen Zeitraum von 46 Jahren zurückgezahlt. 1888 war die Anleihe getilgt.
    Im Bild: Großes Medaillon der Stadt (Ø 16,5 cm) anlässlich des ersten Jahrestages am 8. Mai 1843, gegossen aus dem Erz geschmolzener Hamburger Glocken, zum Dank an freigebige Unterstützer
    Im Bild: Gebietsgrenzen der Feuerkasse um 1840.
    1833 führt die Feuerkasse die Neuwertversicherung ein. Sie ersetzt bei Schäden den Wert zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes. Erst knapp einhundert Jahre später übernehmen andere Versicherer diesen Versicherungsschutz. Da setzt die Feuerkasse schon den nächsten Meilenstein (siehe: 1923).
    Im Bild: Marke eines Mitglieds der Feuerkassendeputation. In Hamburg werden Ministerien "Deputationen" genannt. Diese sind mit ehrenamtlich tätigen Bürgern der Stadt besetzt. Sie nehmen Einfluss auf die Führung der ihnen zugewiesenen Behörde und kontrollieren diese.
    1822 bezieht die Feuerkasse Blitzschäden in die Haftung mit ein.
    1817 erlassen Rat und Bürgerschaft nach dem Ende der Franzosenzeit die "Neu revidirte Hamburgische General-Feuer-Casse-Ordnung". Darin werden alle Hamburger Gebäudeeigentümer verpflichtet, ihre Häuser ausschließlich bei der Feuerkasse zu versichern (Pflicht- und Monopolversicherung).
1591 - 1799
  • 1753 beseitigt die "Neue General-Feuer-Cassa-Ordnung" vom 28. September die bisherige Höchstversicherungssumme. Der obligatorische Selbstbehalt von einem Viertel bleibt als Anreiz zum sorgsamen Umgang mit Feuer erhalten. Der Beitritt zur Feuerkasse ist weiterhin freigestellt, aber der Austritt nicht mehr gestattet. 
    Im Bild: Brandpfennig aus Messing - hier für die Mannschaft der Schutenspritze. Jeder Spritzenmann musste beim Eintreffen am Brandort seinen durchnummerierten Brandpfennig beim Kommandeur abgeben. Der Brandpfennig diente als Beleg für die Anwesenheit (Zählmarke) und sicher auch für die Unversehrtheit am Einsatzende. Nach dem Einsatz erhielt jeder Spritzenmann seinen Brandpfennig zurück. Jede Spritze hatte zwei Kommandeure, zwei Rohrführer und 16 Spritzendrücker.
    Im Bild: Kommandeursmarke des Führers der Spritze 6. Das Depot befand sich am Gänsemarkt.
    Im Bild: Marke der Spritze 4, die am Pferdemarkt untergebracht war. Fastbäcker hießen Bäcker, die kräftiges, festes Brot aus Roggenmehl herstellten (im Gegensatz zu den Los-, Kuchen- und Weißbäckern, die mit feinem Weizenmehl backten). In Hamburg wurden Zünfte, Gilden und Innungen allgemein als "Ämpter" bezeichnet. Für die Spritze 4 war offenbar die Bäckerinnung zuständig.
    1676 ist das Gründungsjahr der Hamburger Feuerkasse. Am 30. November verabschieden Rat und Bürgerschaft die „Puncta der General Feur-Ordnungs-Cassa“ und fassen die bestehenden Feuerkontrakte so unter einem Dach zusammen. Die Hamburger Feuerkasse, die damals noch General Feur-Cassa hieß, ist damit die älteste noch bestehende Versicherung der Welt. Der Versicherungsbereich lag innerhalb der Ringmauern. Der Eintritt war freigestellt, der Austritt genehmigungspflichtig. Die Gebäude waren nach ihrem tatsächlichen Wert versichert (Verkehrswert). Die Höchstversicherungssumme betrug 15.000 Mark. Die General Feur-Cassa ist auch für das Löschwesen zuständig.
    Im Bild: Die ersten sieben der 16 Artikel umfassenden Feuerordnung. (Die digitalisierte Ausgabe finden Sie hier.)
    1591 vereinbaren 101 Hamburger Bierbrauer gegenseitige Unterstützung im Brandfall. Zu dieser Zeit und noch bis ins folgende Jahrhundert war Hamburg das Zentrum der europäischen Bierproduktion - gewissermaßen das Brauhaus der Hanse. Der Abschluss des ersten Feur Contracts ist die Geburtsstunde der Gebäudeversicherung in Hamburg. Weitere Feuerkontrakte nach dem Vorbild der Brauhäuser mit jeweils 100 Kontraktgenossen folgten schnell. Im Gegensatz zu den späteren Gebäudeversicherungen bestand Beistands- und Zahlungsverpflichtung erst im Schadenfall.
    Im Bild: "Fewer Contract" vom 3. Dezember 1591 im Abdruck aus dem Jahr 1636.